Dunkelfeld-Mikroskopie

Bei der so genannten Dunkelfeld-Mikroskopie handelt es sich um eine spezielle alternativmedizinische Diagnoseform, bei der ein Tropfen Kapillarblut entnommen und mit einem Dunkelfeld-Mikroskop untersucht wird. Angeblich lassen sich so Krankheitstendenzen erkennen und Rückschlüsse auf Erkrankungen ziehen. Das Mikroskop selbst ist ein besonderes Lichtmikroskop, das es ermöglicht, auch kleinste Dinge ohne Anfärbung klar zu sehen.
Die Anwender der Methode geben an, vom Alkoholismus bis zum Krebs nahezu alle Krankheiten in ihren Tendenzen erkennen zu können, noch bevor sie schulmedizinisch erfassbar wären. Somit sei es möglich, nicht nur Früherkennung, sondern Vorsorge zu betreiben. Als großen Vorteil beschreiben sie, dass diese Diagnose für den Patienten besonders gut nachvollziehbar sei und die Möglichkeit des frühen Eingreifens ihn motiviert, die Therapievorgaben einzuhalten. Nach einer eindeutigen Diagnose von Alkoholismus im Blut beispielsweise werde er bereitwilliger über seine Probleme sprechen. Doch auch ältere "Schäden" im Blutbild seien mit der Dunkelfeld-Mikroskopie erkennbar.
Darüber hinaus seien die gesundheitlichen Folgen einer chronischen latenten Übersäuerung erklärbar. Durch eine pH-Wert-Verschiebung sei die Entwicklung der so genannten Endobionten, einfach gesagt Bakterien, zu pathogenen Wuchsformen. Der Entwickler der Dunkelfeld-Blut-Mikroskopie, Günther Enderlein, meinte herausgefunden zu haben, dass Bakterien Entwicklungsstadien durchlaufen und diese durch äußere Faktoren beeinflusst würden. Bei sehr ungünstigen Entwicklungen würden die Endobionten Krebs auslösen, weswegen er die Tendenz bereits im Blutbild zu erkennen glaubte. Sie würden sich dann gemeinsam mit anderen Endobionten in Kolonien zusammenrotten und so Blutzusammenballungen (Thrombosen) auslösen. Das das Blut durch den ganzen Körper fließt, könnten sie von ihrem jeweiligen Standort aus jedes beliebige Organ angreifen und jede beliebige Krankheit auslösen.
Die Dunkelfeld-Mikroskopie als Diagnoseform ist in keinster Weise wissenschaftlich untermauert. In der Blutuntersuchung spielt die Dunkelfeld-Methode keine Rolle. Eine zuverlässige Krebs-Diagnose konnte für die Methode ebenfalls nicht nachgewiesen werden. Günther Enderlein selbst war Zoologe, der seine Erkenntnisse aus der zoologischen Betrachtung auf Bakterien übertrug. Er entwickelte Präparate, die das Fehlwachstum der Endobionten aufhalten oder verhindern sollten. Im Jahr 1952 ermittelte die Staatsanwaltschaft auch gegen ihn, weil ein von ihm vermarktetes Krebspräparat in die Schlagzeilen geraten war. Sein herstellendes Institut musste deswegen vorübergehend schließen.

Anwendungsgebiete

Alle organischen Krankheiten.

Gegenanzeigen

Da für die Diagnose nur ein Tropfen Blut entnommen wird, keine.



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