Edelsteintherapie

Die Edelsteintherapie basiert auf der Annahme, dass Edelsteine eine heilende Wirkung haben. Durch Auflegen bestimmter Steine bei bestimmten Krankheiten sollen diese wirksam bekämpft werden können. Als Entwicklerin dieser Therapieform gilt die mittelalterliche Mystikerin Hildegard von Bingen. Andere Namen hierfür sind Kristall-, Litho- oder Gemmotherapie.
Heute existieren zahlreiche verschiedene Lehren und Meinungen zu diesem Thema, unzählige Bücher werden angeboten. Seit den 1990er Jahren ist ein eigener Interessenverband bemüht, der Steinheilkunde gesellschaftliche Anerkennung zu verschaffen, die ihr durch den aufkommenden Materialismus und die modernen Wissenschaften abhanden gekommen sei. Umfangreiche Auflistungen der einzelnen Steine und ihrer Indikationen sind erhältlich. Auf bestimmten Stellen des Körpers aufgelegt sollen sie ein großes Energiepotential freisetzen. Besonders auf den Akupunkturpunkten seien sie sehr wirksam.
Der Jade wird beispielsweise heilende Wirkung bei Herz-Kreislauf-Problemen zugeschrieben, dem Saphir bei Atemwegserkrankungen, Lapislazuli soll gegen Hauterkrankungen helfen, Fluorit gegen neurologische Ausfälle. Karneol soll bei Blähungen angewendet werden, Magnetit bei Sodbrennen oder juckenden Geschlechtsorganen. Problematisch ist, dass verschiedene Lehren verschiedene Steine für verschiedene Indikationen empfehlen. Auch in der Auswahl der Steine herrscht keine Einigkeit. Setzen die einen auf unbekannte Steine, empfehlen die anderen weitgehend bekannte.
Über die Behandlung akuter und chronischer Krankheiten werden den Edelsteine und Halbedelsteinen vorsorgende Merkmale zugesprochen, besonders, wenn der Stein entsprechend dem Sternzeichen des Patienten ausgesucht werde. Erzielt auch der Sternzeichenstein keine Wirkung, kann auch ein mit dem Mond korrespondierender Stein gewählt werden.
Schon Hildegard bot auch Edelsteinelixiere an. Sie werden hergestellt, indem der jeweilige Heilstein mindestens fünf Stunden in ein Glas Wasser gelegt oder bis zu 15 Minuten in destilliertem Wasser gekocht wird. Die somit entstandene Tinktur soll dem Trinkwasser zugefügt eine heilende Wirkung entfalten. Bei schwerwiegenderen Problemen können die Steine auch pulverisiert und unter das Essen gemischt werden.
Weitere Methoden der Edelsteintherapie sind die so genannten Edelstein- oder Kristallstäbe: Stäbe, an deren Spitze verschiedene Steine aufgesteckt werden können. Die Berührung damit soll heilen. Außerdem gibt es noch die Edelsteinstrahler: Taschenlampen, vor deren Glühbirne ein Edelstein befestigt wird. Auf diese Weise sollen Reflexzonen und Akupunkturpunkte bestrahlt werden. Für einen heilenden Effekt der Edelsteine fehlt bis heute jegliche wissenschaftliche Grundlage.

Anwendungsgebiete

Alle physischen und psychischen Krankheiten.

Gegenanzeigen

Keine



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Bitte beachten Sie, dass die Infos auf dieser Seite keine ärztliche Beratung ersetzen können. Obwohl alle Angaben sorgfältig recherchiert sind, können sich diese dennoch als falsch oder für Sie als ungeeignet herausstellen. Eine Heilung oder Verbesserung Ihres Gesundheitszustandes kann nicht versprochen werden. Bitte konsultieren Sie daher bei Krankheiten oder medizinischen Fragen immer Ihren Arzt.
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