Hypnose

Das Wort "Hypnose" kommt vom griechischen Gott des Schlafes: Hypnos. Es bezeichnet zum einen Verfahren zum Erreichen einer hypnotischen Trance und zum anderen die Trance selbst.
Früher ging man davon aus, dass es sich bei Hypnose um einen schlafähnlichen Zustand handelt. Hypnose kann entweder von einem so genannten Hypnotiseur an einer zweiten Person vorgenommen oder aber in Autohypnose selbst herbeigeführt werden. Das Ende der Trance ist die Auflösung, die so genannte Exduktion. Während der Trance können dem Patienten auch Suggestionen gegeben werden, die zum Teil auch nach der Hypnose noch wirken sollen. In dieser Kategorie fallen unter anderem auch Suggestionen zur Rauchentwöhnung oder zum Abnehmen. Wahrscheinlich wurde die Hypnose schon in der Frühzeit eingesetzt. Nachweisen lässt sich dies zwar nicht, doch Beschreibungen bestimmter Riten lassen darauf schließen.
Im 19. und 20. Jahrhundert wurde die Hypnose durch Oskar Vogt und dann durch seinen Schüler Johannes Heinrich Schultz weiterentwickelt. Schultz gilt als Erfinder des Autogenen Trainings. Eine neue Form der Hypnotherapie wurde von Milton H. Erickson vorgestellt, aus ihr entwickelte sich unter anderem das Neurolinguistische Programmieren (NLP).
Eine entscheidende Frage in der Hypnoseforschung ist die, wie stark ein Mensch hypnotisierbar ist. Die Unterschiede bestehen hierbei in der Trancetiefe. Darauf hat der Glaube an und der Willen zur Hypnose großen Anteil. In der Medizin wird die Hypnose als Hypnotherapie eingesetzt. Die Wirksamkeit ist wissenschaftlich gut nachgewiesen. Mit Bildgebenden Verfahren wie der Kernspintomographie (MRT) oder der Elektroenzephalographie (EEG) wurden hirnphysiologische Korrelate von Trance-Zuständen bewiesen.
Der medizinische und psychotherapeutische Einsatz von Hypnotherapie ist gesetzlich geregelt und wird von den Krankenkassen übernommen. In vielen Fällen wird sie als ergänzende Maßnahme eingesetzt.

Anwendungsgebiete

Die Hypnose wird beispielsweise zur Behandlung von Depressionen, Suchtkrankheiten, Sprachstörungen, Schlafstörungen, zur Steigerung des Selbstwertgefühls oder zum Stressabbau eingesetzt. Schon mit wenigen Sitzungen können deutliche Erfolge erzielt werden. Auch bei chronischen Schmerzen konnten Verbesserungen nachgewiesen werden. Schwere psychische Erkrankungen sollten jedoch nur im Beisein eines Therapeuten unter Hypnose behandelt werden.

Gegenanzeigen

Nicht mit Hypnose behandelt werden dürfen Menschen mit Herzschwäche, hirnorganischen Beeinträchtigungen, Geisteskrankheiten, schweren Persönlichkeitsstörungen oder Psychosen. Auch ein akuter Schock, starker Medikamenten-, Drogen- oder Alkoholeinfluss sprechen gegen die Therapie. Blinde und Gehörlose gelten als bedingt hypnotisierbar.



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