Meditation

Meditation oder auch Meditative Entspannung ist in fast allen Kulturkreisen zu finden. Im spirituellen Zusammenhang hat sie zumeist den Sinn, den Geist zu beruhigen und zu sammeln. Sinn dieser Techniken ist das Erreichen höherer Bewusstseinszustände, um den Geist für das Göttliche zu öffnen.
Neben den bekannten Religionen des Fernen Ostens, die auf Meditation setzen, hat sie auch im Christentum eine lange Tradition. Hier wurde sie allerdings meist zum Denken eingesetzt. Noch heute gibt es die Wendung "über einem Problem meditieren".
Es gibt unzählige Meditationstechniken. Sie unterscheiden sich nach ihrer religiösen Herkunft ebenso wie nach den verschiedenen Richtungen oder Schulen der jeweiligen Religion sowie nach den einzelnen Lehren innerhalb dieser Schulen.
Die heute gelehrten und praktizierten Meditationstechniken entstammen meist den östlichen Religionen und sind heute an die westlichen Bedürfnisse angepasst. Der angestrebte Bewusstseinszustand ermöglicht gleichzeitig hellwach und zutiefst entspannt zu sein. Das Gegenwärtige soll im Vordergrund stehen und frei vom gewohnten Denken, allen Bewertungen und der subjektiven Bedeutung der Vergangenheit und Zukunft werden. Alle Meditationstechniken sind Hilfsmittel zum Üben dieses Zustandes.
Grundsätzlich lassen sich die Techniken in passive und aktive Techniken unterscheiden. Die passiven Meditationstechniken werden im stillen Sitzen praktiziert, während zur aktiven Meditation die körperliche Bewegung, achtsames Handeln oder lautes Rezitieren gehören.
Heute ist mit Meditation meist die passive Form gemeint.

Anwendungsgebiete

In der Medizin wird Meditation als Entspannungstechnik empfohlen. Regelmäßig ausgeführt wirkt sie beruhigend, was sich mit Hilfe der Gehirnwellen nachweisen lässt. Zudem verlangsamt sich der Herzschlag und die Atmung wird vertieft. Muskelspannungen werden reduziert. Untersuchungen an tibetischen Mönchen ergaben eine höhere Aktivität im linken Stirnhirnlappen sowie verstärkte Gammawellen im EEG. In den Bereichen der Großhirnrinde fand die Psychologin Sara Lazar bei erfahrenen Meditierern deutliche Verdickungen. Dieser Bereich ist für kognitive und emotionale Prozesse und Wohlbefinden wichtig.
Untersuchungen zu Einfluss der Meditation auf Bluthochdruck, Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie Drogen- und Arzneimittelmissbrauch ergab bisher keine verwertbaren Ergebnisse. Jedoch gibt es Belege, dass einige Meditationstechniken Bluthochdruck und Stress reduzieren können. Bei gesunden Menschen konnte nachgewiesen, dass sich Yoga positiv auf die verbale Ausdruckskraft, die Herzfrequenz, den Blutdruck und den Cholesterin-Spiegel auswirken kann.

Gegenanzeigen

Für die Meditation sind keine Gegenanzeigen bekannt.



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