Ozontherapie

Unter dem Begriff Ozontherapie werden mehrere alternativmedizinische Verfahren zusammengefasst, die mit dem Gas Ozon arbeiten.
Als eine Form der Eigenbluttherapie werden dem Patienten kleinere oder größere Mengen Blut entnommen und mit einem Ozon-Sauerstoffgemisch versetzt und entweder direkt in die Muskulatur oder intravenös zurück gespritzt.
Ein weiteres verfahren, das mit Ozon arbeitet ist die rektale Begasung. Dabei werden dem Patienten mittels eines Einwegkatheters etwa 300 Milliliter Ozon-Sauerstoffgemisch in den Darmausgang geblasen. Der Kontakt des Ozons mit der Darmwand soll ähnlich wie die Eigenbluttherapie Immunstärkende Wirkung haben. Auf frischen Wunden soll das Auftragen von mit Ozon versetztem Olivenöl hilfreich sein.
Bei Beingeschwüren, offenen Wunden und infizierten Fisteln soll die so genannte Ozon-Begasung helfen können. Hierzu wird das Gas mit Hilfe eines Beutels um die betroffene Stelle herum konzentriert.
Gegen Arthrose und akute Bandscheibenvorfälle sollen die intraartikuläre und die perartikuläre Ozoninjektion helfen können.
Für Ozon ist wissenschaftlich nachgewiesen, dass es keimabtötend und desinfizierend gegen Bakterien, Pilze und Viren wirkt. Eine kurzzeitige Steigerung der Durchblutung ist ebenfalls erwiesen, allerdings konnten auch andere Gase diesen Effekt erzielen. Er beruht darauf, dass die Gefäße kurzfristig verschlossen werden und darauf mit Erweiterung reagieren. Die erfolgreiche Behandlung von Krebs oder anderen schweren Krankheiten mit Ozon ist bisher nicht nachgewiesen.

Anwendungsgebiete

Als Indikationen für eine Ozontherapie nennen die Anwender hauptsächlich Durchblutungsstörungen, Krampfadern, Virusinfektionen, Asthma, Allergien, Gelenkschmerzen und auch Krebs. Ozoneinläufe sollen gegen Verstopfung, Hämorrhoiden und Colitis ulcerosa helfen können. Ozonisiertes Olivenöl wird bei Wunden, Hautpilz, Ekzemen und Analfissuren eingesetzt.
In der Zahnmedizin wird Ozon zur Kariesbehandlung ohne Bohren und zur Desinfektion von Wundkanälen benutzt.

Gegenanzeigen

Gegen den Einsatz von Ozon sprechen akute Herzinfarkte, innere Blutungen, Blutgerinnungsstörungen, akute Schlaganfälle, Schilddrüsenüberfunktion und insgesamt Fehlfunktionen der Schilddrüse, chronische Pilzinfektionen, eine Ozonallergie oder eine Schwangerschaft.
Die gleichzeitige Einnahme von gerinnungshemmenden Medikamenten kann zu Wechselwirkungen führen. Ebenso sollten während einer Ozontherapie nicht gleichzeitig Vitamin C-Präparate eingenommen werden.
Medizinisch umstritten sind alle Ozonanwendungen, auch wenn die Befürworter mit Risiko- und Nebenwirkungsarmut werben. Da Ozon ein Reizgas ist, das die Atemwege und die Augen reizen kann, sind diese Aussagen als unverantwortlich einzustufen. Bei Injektionen von Ozon kommt es häufig zu Zwischenfällen. Mögliche Folgen einer intravenösen Injektion sind Lungenembolien oder Kreislaufkollaps, es sind auch mehrere Todesfälle belegt.



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